Ein (kinderfreies) Wochenende in Amsterdam und einen Abstecher ans Meer – meine Tipps für einen perfekten Kurztrip

Vorneweg: Kurztrips sind einfach wunderbar! Nichts läßt so schnell die Akkus aufladen, wie ein Wochenende ohne Alltag.

…natürlich sind auch kinderfreie Auszeiten mit dem Partner immer wundervoll, aber mindestens genauso toll sind kleine Fluchten mit seinen Mädels: sich treiben lassen, in kinderuntauglichen Restaurants zu kinderuntauglichen Zeiten essen gehen, einfach machen was man möchte, schon mittags ein Bierchen trinken (wahlweise Weinchen…man achte auf die verharmlosende Verniedlichungsform), kilometerweit zu Fuß unterwegs zu sein (ohne Roller, Kinderwagen oder maulende Kids)…ihr seht, auch wenn ich es mehr als genieße Zeit mit meiner Familie zu verbringen, abundzu muß auch mal ein kinderfreies Wochenende drin sein.

Nachdem ich mit meiner Freundin Valeska im letzten Jahr bereits Trips nach Maastricht und Mallorca unternommen habe, war dieses Jahr – coronabedingt – ein „näheres“ Ziel gefragt, und so wurde es AMSTERDAM.

Wo schlafen?

  • Zoku Amsterdam: unsere Wahl fiel nach einiger Recherche auf das Zoku Amsterdam. Sehr gute Lage, stylisches Hotel mit tollem Interiordesign und vom Konzept her ähnlich wie die 25hours Hotels. (Grosser Pluspunkt: Parken ist in Amsterdam sauteuer, zwischen 55-70€ pro Tag; direkt hinter dem Hotel gibt es eigene Parkplätze für 32,50 pro Tag!).
  • Sweets Hotel Amsterdam: während unserer Grachtenfahrt wurden uns diese kleinen, wirklich einmaligen Brückenhäuschen empfohlen, die nach und nach als Tiny-Houses ausgebaut werden! Definitiv etwas ganz besonders und auf jeden Fall einmalig!!!
  • Ebenfalls in unserer engeren Auswahl gehörten das Mr. Jordaan, das ED Amsterdam und das Hendrick´s Hotel.

Was tun?

Generell gehöre ich eher zu den Menschen, die Citytrips nur bedingt planen. Ich lasse mich sehr gerne treiben, schlendere einfach durch die Gassen und schaue, wo es mich am Ende hinverschlägt.

Dennoch suche ich mir vorab immer ein paar Highlights raus, die ich unbedingt sehen oder unternehmen möchte.

  • So stand auf unserer Liste z.B. das Stadtviertel Jordaan, was angeblich zu den hippsten Vierteln Amsterdams gehört. Auf dem Weg dorthin sind wir an so vielen hippen, stylischen Cafes, Boutiquen und Restaurants vorbeigekommen, dass für uns eher der Weg das Ziel war: Ihr geht über unzählige kleine Brücken, überquert die Grachten in denen es von kleinen Booten nur so wimmelt, müßt aufpassen, dass ihr nicht von den zahlreichen Radfahrern überfahren werdet und werdet das Gefühl haben, dass an jeder Ecke ein Coffeeshop (und wir alle wissen, dass es dort keinen Kaffee zu kaufen gibt!) und der Marijuana Geruch omnipräsent ist.
  • Ebenfalls wollten wir uns gerne das Amsterdamer Rotlichtviertel ´De Wallen´ anschauen (auf dem Weg dorthin könnt ihr gleich noch Chinatown durchqueren – mit seinen chinesischen Straßenschildern, kleinen Tempeln und asiatischen Geschäften). In ´De Wallen´ geschah einst Historisches: Das Viertel gehörte zu den ersten weltweit, in denen Prostitution erlaubt wurde. Bis heute findet man die Prostituierten in den Schaufenstern der Bordelle sitzen. Auch wir haben beim Schlendern durch das neue Szeneviertel natürlich den ein oder anderen Blick auf die meist schönen Damen in Reizwäsche geworfen, um dann im Garten der ältesten Kirche Amsterdams ´Oude Kerk´(die direkt in der Mitte des Rotlichtviertels liegt) einen Kaffee im Kleinod-Cafe Koffieschenkerij zu trinken.
  • Und was bitte wäre Amsterdam ohne eine Grachtenfahrt? Diese gehört ebenso dazu wie eine Gondelfahrt in Venedig – nur dass ihr hier bei weitem günstiger davon kommt als in Italiens Lagunenstadt. Wir haben unsere Rundfahrt mit Floating Amsterdam gemacht (sie fahren nicht unweit des Rotlichtviertels ab). Für 18 € pro Person schippert ihr eine Stunde mit einem wirklich gemütlichen Bötchen durch unzählige kleine Grachten, bekommt spannende Geschichten zu hören und entdeckt die Stadt nochmal von einer ganz anderen Seite.
  • Was ihr auf gar keinen Fall verpassen dürft bei eurem Amsterdam Trip ist die NDSM-Werft. Auf einer Insel im Fluss Ij war ab der 1950er Jahre bis ins Jahr 1984 die größte Schiffswerft Europas namens Nederlandsche Scheepsbouw Maatschappij (NDSM) zu finden. Mittlerweile wird dort nicht mehr gehämmert and geschweißt, stattdessen treffen sich hier nun Künstler, Hipster und Touristen. Neben Beachclubs und Hippie-Cafés gibt es dort jede Menge spannende Künstlerateliers und reichlich Street Art zu entdecken. Wir waren wirklich begeistert. (Die Überfahrt vom Hauptbahnhof mit der blauen GVB Fähre ist übrigens kostenlos!) Einmal im Monat – wir hatten also auch noch etwas Glück, dass wir genau dann dort waren – findet vor der Werft einer der größten Flohmärkte Europas statt (5 € Eintritt).
  • Natürlich darf hier – denn immerhin geht es hier um Amsterdam – eine Coffeeshop-Erwähnung nicht fehlen. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich selber nicht kiffe (zumindest nicht mehr in den letzten 20 Jahren) – aber würde ich es tun, wäre der Coffeeshop Boerejongens definitiv meine 1. Wahl. Ein wirklich unglaublich schicker Coffeeshop der mit Marmorboden, stylischen Holzelementen und den Mitarbeitern in schicken Kostümen tatsächlich eher wie eine Luxusboutique daherkommt.

Wo essen?

Für den einen ist es wichtig, schön und gut zu essen, für den anderen reichen Frietjes und Frikandel vollkommen aus… Wenn ihr wie wir eher zur ersten Gruppe gehörst, schreibe ich euch einfach mal auf, wo wir zum Essen eingekehrt sind:

  • Total begeistert waren wir vom Nomadischen Restaurant Rainarai. Nicht nur, dass sie draußen direkt an der Prinsengracht drei kleine Tische stehen und zwei riesige Nomaden-Teppiche liegen haben, es wird ausschließlich frisch mit viel Gemüse und exotischen Gewürzen gekocht. So haben wir es uns auf den Teppichen mit den großen bunten Kissen bequem gemacht und außergewöhnlich gut gegessen.
  • Für den schnellen und unkomplizierten Hunger zwischendurch kann ich euch das Meat & Greek sowie The Lebanese Sajeria empfehlen.
  • In der NDSM Werft haben wir im Cafe Noorderlicht gegessen – Hippie-, Beachclub- und Industriefeeling alles inklusive.

Das besondere Add On? Ein Tag am Meer!

Nach 2 Tagen, in denen wir in der City wirklich erstaunlich viel erlebt und gesehen haben, waren wir der Meinung, dass ein bißchen Entspannung nicht verkehrt sein kann. Und was ist bitte entspannter als ein Tag am Meer?

Schuhe aus, barfuß durch den Sand laufen, Wind in den Haaren, Meeresrauschen hören…wer mich kennt, der weiß, ich LIEBE Holland. Nirgends ist es so entspannt und dazu (unaufgeregt) stylisch wie in Holland – und die besten Beachclubs und Strandrestaurants gibt es hier definitiv auch: Bloemendaal, Zandvoort, Egmond an Zee, Nordwijk – sie alle sind jederzeit einen Besuch wert.

Wir haben uns dieses Mal für einen Abstecher nach Zandvoort entschieden – denn immerhin liegt der „Hausstrand Amsterdams“ nur 40km entfernt: eben noch in der trubeligen Großstadt, eine kurze Fahrt später schon barfuß in den Dünen und die Kitesurfer beobachten.

Hier meine TOP 3 der Lieblings-Strandbars in Zandvoort, die ihr unbedingt besuchen müßt (Reservierung vorab empfohlen). Ich spare mir große Erklärungen, denn sie alle sind super stylisch und gemütlich eingerichtet (sie erinnern an Bali und Australien) und auch das Essen ist wirklich sehr gut!

…also worauf wartet ihr noch? Nehmt euch eure beste Freundin oder euren Mann und verbringt ein Wochenende in Amsterdam! Den Strandabstecher solltet ihr aber definitiv einplanen…

Tot ziens, eure Nine


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