2 Wochen Roadtrip durch Süditalien – unser Resümee

Zwei Wochen Roadtrip liegen hinter uns.

16 Tage, 2 Flüge, 4 Fährfahrten, 10 Unterkünfte, 4 Gondelfahrten, 1 Mietwagen, 3 Koffer, 1 Arztbesuch und im Anschluss 2 ½ kg mehr auf der Waage.

Es wird Zeit Bilanz zu ziehen: Was hat uns besonders gut gefallen und was gar nicht? Viel konnte ja bereits aus meinen Reiseberichten entnommen werden 🙂

Daher hier erstmal unser persönliches Top 5 Ranking der besuchten Orte (mit Angabe unserer Hotels, sofern wir diese mit bestem Gewissen weiterempfehlen können):

  1. CAPRI (eindeutig unser Favorit auf der Reise und eine absolute Reiseempfehlung für Reisen mit Kindern!) – Unterkunft: Hotel Senaria
  2. TROPEA (unsere karibische Perle in Kalabrien – ebenfalls eine absolute Reiesempfehlung!) – Unterkunft: Residenza Donna Giovanna
  3. PALERMO (eine tolle Stadt mit mediterranem Flair) – Unterkunft: Hotel Il Principe die Granatelli 
  4. TAORMINA – Unterkunft: Bed&Breakfast Marifra
  5. SCILLA (allerdings in den Sommermonaten)

Die Amalfiküste (zumindest Amalfi selber) und unsere Route durch den Südwesten Siziliens haben uns leider nicht so gut gefallen, weshalb wir für sie eher keine Empfehlung aussprechen (auch wenn unsere Unterkünfte dort zum Teil wirklich schön waren, die Orte an sich haben uns jedoch nicht zugesagt).

STICHWORT KINDER:

Die Kinder haben es erstaunlich gut mitgemacht und es als großes Abenteuer gesehen. Trotzdem müssen wir zugeben, dass die Route bzw. die Anzahl der Stopps für Lola (und auch für den Herzmann 😉 ) etwas zu ambitioniert war. Um den Stress rauszunehmen, haben wir zwar immer wieder Strandtage ohne Programm eingeschoben, trotzdem haben wir Lola (vor allem da sie gesundheitlich zwischendurch angeschlagen war) angemerkt, dass sie immer mal wieder Heimweh hatte.

Erstaunlich fanden wir übrigens, wie herzlich die Kinder in Italien überall behandelt wurden, wie interessiert Luis (5) an allem war und wie die Kinder auf einmal Sachen gegessen und probiert haben, die sie zu Hause eher nicht auf ihren Tellern sehen möchten 😉 .

STICHWORT SICHERHEIT:

Auf Capri und in Palermo fühlten wir uns wirklich sicher, an allen anderen Orten schwang immer ein bisschen Unsicherheit mit.

In Neapel und an der Amalfiküste waren unsere Hoteltüren Schusssicher (siehe Foto) und mit einem fünffachen Sicherheitsschloss ausgestattet – das allein führt schon dazu, dass ich mich frage, wieso solche Türen überhaupt nötig sind. IMG_0678

Im Südwesten Siziliens und auch in Teilen Kalabriens fanden wir es mehr als befremdlich, dass alle Häuser verriegelt und verrammelt aussahen, dass auch am helllichten Tage überall die Jalousien runtergelassen waren (obwohl keine sommerliche Hitze herrschte), jedes Haus einen Wachhund hatte, das Leben nicht draußen stattfand und man in manchen Orten so gut wie keine Menschenseele draußen sah…diese Umstände trugen dazu bei, dass wir uns nicht immer unbeschwert oder absolut sicher gefühlt haben.

STICHWORT KOSTEN:

Generell war unser Raodtrip nicht günstiger als ein AllInclusive-Urlaub auf den Kanaren z.B….Flüge, Mietwagen, Benzinkosten, die Unterkünfte (für 4) und natürlich auch das permanente Essengehen schlugen im Endeffekt ordentlich zu Buche.

Falls jemand eine ähnliche Reise plant, könnt ihr mich sehr gerne privat kontaktieren und ich gebe euch einen ungefähren Kostenüberblick über unsere Reise (die jetzt nicht luxuriös, aber auch nicht LowBudget war).

UNSER FAZIT:

Alles in allem haben wir in diesem Urlaub unglaublich viel gesehen, viele Eindrücke gesammelt, konnten Land und Leute besser kennenlernen, haben superlecker gegessen (das erklärt die +2 ½ kg auf der Waage 😉 haha) und hatten das Gefühl, viel länger als 2 Wochen unterwegs gewesen zu sein.

IMG_0693

Trotzdem haben wir für uns entschieden, dass wir die Stopps bei weiteren Roadtrips reduzieren werden…denn das tägliche Koffer ein- und ausräumen (nachher wurden die Koffer der Einfachheit halber nur noch aufgeklappt und unter die Betten geschoben 😉 war dann doch etwas nervig auf die Dauer und auch die Entspannung kam bei diesem Pensum leider zu kurz.

So begeistert wir an manchen Tagen auf unserer Reise waren, so entsetzt waren wir dafür an anderen. Zusammenfassend halte ich es gerne wie einst schon Arthur Schopenhauer in einem Brief aus dem Jahre 1822: Mit Italien lebt man wie mit einer Geliebten, heute im heftigen Zank, morgen in Anbetung. Mit Deutschland wie mit einer Hausfrau, ohne große Zorn und ohne große Liebe.

In diesem Sinne gehabt euch wohl, wir lesen uns bald wieder! Es war mir eine Freude, euch auf unsere Reise mitgenommen zu haben und hoffe, dass wir auch in Zukunft viele Reisen gemeinsam unternehmen werden.

Eure Nine ♥

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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