Eine Auszeit auf Sylt

Ach wie toll hätte ich es gefunden, wenn der Herzmann eine längere Elternzeit hätte nehmen können…natürlich steht diese theoretisch jedem gesetzlich zu, aber die Wirklichkeit sieht ja manchmal anders aus im Hamsterrad aus Arbeiten, Karriere und dem Wunsch mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Zu gerne wäre ich ein paar Monate durch die Welt gereist und hätte einen auf Aussteiger gemacht #hippieatheart

Zwar haben wir viele Male darüber gesprochen und uns alles ausgemalt, wirklich umgesetzt haben wir es aber dann nicht. Umso erfreuter war ich, als Andi mich zu Weihnachten 2014 damit überraschte, dass er plant 1 Monat unbezahlten Urlaub zu nehmen, damit wir wenigstens eine kleine Elternzeit nehmen können #yeah

Der Wunsch: 4 Wochen Costa Rica

Die Realität: 4 Wochen Sylt

Da Lola noch nicht durchgeimpft war und die Flugverbindungen auch nicht so prickelnd waren (wie war das nochmal mit meiner Flugangst?!) haben wir uns nach langem Hin und Her für Sylt entschieden (nicht, dass wir beiden jemals vorher schonmal auf Sylt gewesen wären). Aber ich persönlich liebe die Nordsee – dort haben wir mit meinen Großeltern viele Urlaube in unserer Kindheit verbracht – und auch das raue Klima #arainydayatthebeachisstilladayatthebeach.  img_1818

Verreist sind wir dann letztendlich im April – also keine wirkliche Reisezeit für Sylt. Das Wetter zu unbeständig, nicht viel los…also genau das richtige für uns!!! Und was soll ich sagen: es war noch besser, als wir es uns erträumt haben!

Wir haben uns ein Ferienhaus in Westerland direkt am Meer (nur 100m über die Düne) gemietet, günstig ist zwar etwas anderes, aber in der Zwischensaison noch bezahlbar (und da wir ja ein paar Wochen dort waren, wollten wir es zum Einen wirklich schön und zum Anderen mit ausimg_9945reichend Platz haben, da sich bereits meine Mama für ein paar Tage angekündigt hatte).
Wir waren JEDEN Tag am Strand. Getreu dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ waren wir auch wirklich mit jeglicher Outdoor-Kleidung ausgestattet  (sehr zum Leidwesen des Mannes, der vorher weder Gummistiefel geschweige denn eine Regenhose besessen hat – beides kam übrigens zum Einsatz, ein Foto davon darf ich aber leider nicht posten, die männliche Ehre und so…ihr versteht schon 🙂

 

Hier ein paar der Aktivitäten, die uns mit unseren Kindern ganz besonders gut gefallen haben (außer dem üblichen Sandburgenbauen, Muschelnsammeln und Abhängen in einer der unzähligen Strandbars):

  • Fahrt von List aus mit dem Ausflugskutter „Gret Palucca“ zu den vorgelagerten Robbenbänken. Für Kinder (und ehrlich gesagt auch für uns) ein tolles Erlebnis. Auf der Fahrt zu den Robben wurden Schleppnetze ins Wasser geworfen, das Gefangene wurde ausführlich erklärt und die Kinder durften alles anfassen (große Krebse, Seesterne, Schnecken, Austern, Algen…).  www.adler-schiffe.de img_1943
  • Die speziell an Kinder angepasste Wattwanderung „Dem Wattwurm auf der Spur“ in Hörnum (Weltnaturerbe! wunderschön dort)…kleine Wanderung über die Dünen, Erkundung des Wattenmeeres, Suche nach Wattwürmern, Krebsen und Co.  www.schutzstation-wattenmeer.de img_2194
  • Das Sylt Aquarium in Westerland mit 25 Schaubecken und phänomenalem Panoramatunnel (wir haben ewig dort gesessen und die Haie und Rochen beobachtet) war ebenfalls ein Highlight für unsere Kids. www.syltaquarium.de
  • Was natürlich nicht fehlen darf bei einer Syltreise: die Sansibar. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich meine Vorurteile hatte und ich die Preise am Anfang auch völlig überteuert fand…als dann allerdings das Essen kam und ich die riesigen Portionen gesehen habe und die Qualität des Essens wirklich top war, habe ich meine Meinung gerne revidiert. Draußen gibt es einen wirklich phänomenalen Kinderspielplatz mit Bobbycarrampe und Klettergerüsten aller Art – während die Eltern es sich also in den Strandkörben mit Blick auf den Spielplatz gemütlich machen, können die Kinder auf dem Sandspielplatz herumtollen. www.sansibar.de img_2005
  • Definitiv einen Besuch wert ist auch der „Ellenbogen“ bei List. Eine langgestreckte Halbinsel, die an ihrer schmalsten Stelle gerade mal 330 Meter breit ist. Zwar kostet die Zufahrt 5€ (da es sich um Privatbesitz handelt), dafür bekommt man aber auch den für uns schönsten Flecken der Insel zu sehen…Dünen und Heide, überall grasende Schafe mit Lämmern und zwei beeindruckende Leuchttürme.  img_1964

Natürlich haben wir noch viel mehr gesehen, aber wir haben uns einfach treiben lassen…haben alle Orte der Insel besucht (soviele sind es ja auch nicht), haben alle Beachbars abgeklappert (von der Sansibar, über die Buhne16 bis hin zum Wonnemeyer), Luis hat Fahrradfahren gelernt, wir haben Krabben gepult und frischen Fisch bei Gosch gegessen und haben uns einfach die steife Brise um die Nase wehen lassen. img_1887

Wir zumindest haben uns in die Insel verliebt – vom befürchteten Jetset keine Spur (Kampen ist wirklich winzig und die zwei Sträßchen mit ihren Luxusboutiquen und Möchtergern-Läden haben uns jetzt nicht sonderlich beeindruckt), dafür unglaublich viel Natur, kilometerlange menschenleere Strände, beeindruckende Leuchttürme, erstaunlich gutes Wetter (zwar windig aber viel Sonne) und gaaaaanz viel Zeit für uns als Familie, fernab vom Trubel und den Sorgen des Alltags.

Falls ihr Fragen zu unserem Monat Offtime habt, dann immer her damit.

Alles Liebe, eure Nine

 

 

 


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